IQ steigern: Kann man seinen IQ erhöhen? Was Studien wirklich zeigen
Jedes zusätzliche Schuljahr bringt laut einer Metaanalyse mit 615.812 Teilnehmenden etwa 1 bis 5 IQ-Punkte. Gehirnjogging-Apps verbessern dagegen vor allem die geübten Spiele. Was den IQ steigern kann, was ihn schützt und welche Versprechen nicht halten.
Verfasst von: IQtonics-Redaktion 11 Min. Lesezeit

Auf dieser Seite
- Kann sich der IQ verändern?
- Was den IQ steigert und was nicht: die Belege im Überblick
- IQ steigern durch Bildung: der stärkste Hebel
- IQ trainieren mit Apps: Ist der IQ trainierbar?
- Steigt der IQ, wenn man IQ-Tests übt? Warum der IQ-Wert schwankt
- Schlaf, Sport und Ernährung: das vorhandene Niveau schützen
- Der Flynn-Effekt: Beleg, dass der IQ nicht festgelegt ist
- Wie wird man schlauer? Ein realistischer Plan
- IQ steigern beginnt mit einer ehrlichen Standortbestimmung
„Kann man seinen IQ steigern?“ Die Frage klingt nach einem einfachen Ja oder Nein, die Antwort der Forschung ist differenzierter. Apps versprechen ein schärferes Gehirn in zehn Minuten am Tag, Ratgeber listen Tricks, mit denen man angeblich schnell schlauer wird. Einiges davon ist belegt, vieles nicht. Hier finden Sie, was Studien zum Thema IQ steigern tatsächlich zeigen, sortiert nach der Stärke der Belege.
Kann sich der IQ verändern?
Der IQ ist nicht in Stein gemeißelt, aber er ist erstaunlich stabil. Um die Frage sauber zu beantworten, sollten Sie zwei Dinge auseinanderhalten: Ihr Testergebnis an einem bestimmten Tag und Ihre zugrunde liegende Fähigkeit. Das Ergebnis kann um einige Punkte schwanken, weil Sie gut geschlafen haben oder ein Aufgabenformat schon kennen. Die Fähigkeit selbst verändert sich, wenn überhaupt, über Jahre.
Hinzu kommt: Ein IQ-Wert ist immer ein Vergleich mit der eigenen Altersgruppe, auf einer Skala mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15. Wie diese Zahl entsteht, erklärt der Guide Was ist der IQ?. Wer mit 40 mehr weiß als mit 20, hat deshalb nicht automatisch einen höheren IQ.
Die Psychologie unterscheidet außerdem zwei Seiten der Intelligenz. Die fluide Intelligenz ist die Fähigkeit, neue Probleme zu lösen und Muster zu erkennen. Die kristalline Intelligenz umfasst Wissen und Wortschatz, die man im Laufe des Lebens ansammelt. Kristallines Wissen wächst oft noch Jahrzehnte weiter, fluides Denken lässt sich durch gezieltes Training dagegen kaum steigern. Den Unterschied vertieft unser Beitrag Fluide und kristalline Intelligenz.
Der dritte Schlüsselbegriff heißt Transfer. Wer eine Aufgabe übt, wird in genau dieser Aufgabe besser (naher Transfer). Entscheidend ist, ob sich die Verbesserung auf Ungeübtes überträgt, etwa auf Textverständnis, Mathematik oder einen IQ-Test (weiter Transfer). Fast jedes Versprechen, eine Methode könne die Intelligenz steigern, hängt an diesem weiten Transfer.
Was den IQ steigert und was nicht: die Belege im Überblick
Die folgende Übersicht stützt sich auf große Metaanalysen und Übersichtsarbeiten, nicht auf einzelne kleine Studien.
| Methode | Was die Forschung zeigt | Erwarteter Effekt auf den IQ | Belege |
|---|---|---|---|
| Mehr Bildungsjahre | 42 Datensätze, 615.812 Personen | etwa 1 bis 5 Punkte pro Jahr | stark |
| Gehirnjogging-Apps | Geübte Aufgaben werden besser, kaum Übertragung | nahe null | stark (für einen schwachen Effekt) |
| Arbeitsgedächtnistraining (n-back) | 87 Publikationen, kein überzeugender weiter Transfer gegenüber aktiven Kontrollgruppen | nahe null | gut |
| Musik- oder Schachunterricht | gegenüber aktiven Kontrollgruppen: Musik 0,03, Schach 0,10 Standardabweichungen (nur eine Studie) | nahe null | schwach |
| Mozart hören | rund 40 Studien, über 3.000 Personen | keiner | Mythos |
| IQ-Tests wiederholen | 122 Studien, 153.185 Personen, kein weiterer Zuwachs nach dem dritten Durchgang | höheres Ergebnis, nicht höhere Fähigkeit | stark (als Übungseffekt) |
| Ausreichend Schlaf | Schlafmangel trifft vor allem die Aufmerksamkeit | schützt die Leistung am Testtag | gut |
| Sport | kleiner Effekt, nach Korrektur für Publikationsverzerrung vernachlässigbar | allenfalls klein | gemischt |
| Jodmangel beheben | 37 Studien, 12.291 Kinder in China | schwerer Mangel: rund 12 Punkte weniger | stark (nur bei Mangel) |
IQ steigern durch Bildung: der stärkste Hebel
Menschen mit mehr Schuljahren schneiden in IQ-Tests besser ab. Lange war unklar, in welche Richtung dieser Zusammenhang läuft: Bleiben klügere Menschen länger in der Schule, oder macht Schule klüger? Eine Metaanalyse von Ritchie und Tucker-Drob (2018) in Psychological Science hat diese Frage mit drei Arten natürlicher Experimente untersucht. Sie umfasst 42 Datensätze mit zusammen 615.812 Teilnehmenden.
| Studiendesign | Wie es funktioniert | IQ-Punkte pro zusätzlichem Schuljahr |
|---|---|---|
| Frühere Intelligenz kontrolliert | Vergleicht Menschen mit ähnlichem IQ in der Kindheit, die danach unterschiedlich lange zur Schule gingen | etwa 1,2 |
| Reformen der Schulpflicht | Nutzt Gesetze, die die Mindestschulzeit für ganze Jahrgänge verlängert haben | etwa 2,1 |
| Stichtag der Einschulung | Vergleicht Kinder, die knapp vor bzw. nach dem Einschulungsstichtag geboren wurden | etwa 5,2 |
Die Autoren fassen den Effekt als etwa 1 bis 5 IQ-Punkte pro zusätzlichem Bildungsjahr zusammen. In den Langzeitstudien wurde der Effekt mit dem Alter kleiner, im ersten Design von etwa 2,2 Punkten mit 18 Jahren auf etwa 0,5 Punkte mit 83 Jahren, blieb aber bis ins hohe Alter statistisch nachweisbar. Die Autoren nennen auch Einschränkungen: Ob der große Effekt aus den Einschulungsstudien bis ins Erwachsenenalter anhält, hat bisher keine Studie geprüft, und mit zusätzlichen Kontrollvariablen fielen die Schätzungen etwas kleiner aus.
Was heißt das, wenn Ihre Schulzeit lange zurückliegt? Der wirksame Bestandteil ist vermutlich anhaltendes, forderndes Lernen. Ein Volkshochschulkurs, eine neue Sprache, Statistik oder Programmieren passen dazu weit besser als die hundertste Runde einer vertrauten Rätsel-App. Ob solche Kurse bei Erwachsenen den IQ so erhöhen wie Schuljahre, hat allerdings noch niemand untersucht; das ist unsere Schlussfolgerung, kein Studienergebnis.
IQ trainieren mit Apps: Ist der IQ trainierbar?
Ein Team um Daniel Simons hat 2016 in Psychological Science in the Public Interest die Studien geprüft, auf die sich führende Anbieter berufen. Laut der Zusammenfassung der Association for Psychological Science verbessern die Programme vor allem die trainierten Aufgaben selbst. Für eng verwandte Aufgaben sind die Belege schwächer, für entfernte Aufgaben und die geistige Leistung im Alltag gibt es kaum Belege. Viele der Studien hatten zudem methodische Schwächen.
Der n-back-Streit
Eine Übung galt eine Zeit lang als Ausnahme: das sogenannte n-back-Training, bei dem man sich eine Folge von Reizen merkt und meldet, wenn sich ein Reiz von vor n Schritten wiederholt. Erste Studien deuteten auf Zuwächse bei der fluiden Intelligenz hin. Eine große Metaanalyse von Melby-Lervåg, Redick und Hulme (2016) über 87 Publikationen mit 145 Vergleichen zeigt ein nüchternes Bild: Das Arbeitsgedächtnistraining verbesserte kurzfristig ähnliche Gedächtnisaufgaben, aber für nonverbale und verbale Fähigkeiten, Lesen und Rechnen gab es gegenüber aktiven Kontrollgruppen „keine überzeugenden Belege“. Größere Effekte fanden sich vor allem in Studien, deren Kontrollgruppen gar nichts taten. Die Autoren erklären das mit unspezifischen Faktoren wie Motivation und Kontakt zu den Versuchsleitern.
Schach, Musik und der Mozart-Effekt
Gute Schachspieler und Musikerinnen schneiden in kognitiven Tests oft überdurchschnittlich ab. Daraus folgt aber nicht, dass Schach oder Musik die Intelligenz steigern. Sala und Gobet (2017) haben Experimente mit Kindern und Jugendlichen zu Schach, Musikunterricht und Arbeitsgedächtnistraining ausgewertet. Je besser die Studien angelegt waren, desto kleiner wurden die Effekte. Gegenüber aktiven Kontrollgruppen lag der Effekt von Musikunterricht bei 0,03 und der von Arbeitsgedächtnistraining bei 0,05 Standardabweichungen; auf der IQ-Skala ist das jeweils weniger als ein Punkt (unsere Umrechnung). Die Autoren vermuten, dass eher klügere Menschen diese Hobbys wählen, als dass die Hobbys klüger machen.
Noch schlechter schnitt der „Mozart-Effekt“ ab. Eine Metaanalyse der Universität Wien über rund 40 Studien mit mehr als 3.000 Teilnehmenden fand laut einem Bericht von ScienceDaily keinen Beleg dafür, dass Mozart-Hören das räumliche Denken verbessert. Studienleiter Jakob Pietschnig empfiehlt Mozart trotzdem jedem, nur eben nicht als Mittel zur Steigerung kognitiver Fähigkeiten.
Schach, Klavier und Rätsel bleiben lohnende Hobbys. Einen tieferen Blick auf das Training einzelner Bereiche wie Gedächtnis und exekutive Funktionen bietet der Guide Kognitive Fähigkeiten.
Steigt der IQ, wenn man IQ-Tests übt? Warum der IQ-Wert schwankt
Ja, das Ergebnis steigt, und genau deshalb muss man Übungseffekte vorsichtig deuten. Eine Metaanalyse von Hausknecht und Kollegen (2007) über 50 Studien mit 134.436 Teilnehmenden fand beim Wiederholen kognitiver Tests einen mittleren Zuwachs von 0,26 Standardabweichungen, auf der IQ-Skala rechnerisch knapp 4 Punkte. Größer war der Zuwachs, wenn die Teilnehmenden gecoacht wurden oder dieselbe Testform erneut bearbeiteten. Eine spätere Metaanalyse von Scharfen, Peters und Holling (2018) in der Fachzeitschrift Intelligence mit 122 Studien und 153.185 Teilnehmenden zeigt: Die Zuwächse hören nach dem dritten Durchgang auf.
Übung lehrt also vor allem den Test. Wer die Aufgabenformate kennt, verliert keine Punkte durch Überraschung; ein höheres Ergebnis im Wiederholungstest belegt aber nicht, dass die Intelligenz gestiegen ist.
Neben Übung lassen auch andere Faktoren das Ergebnis schwanken: die Tagesform, Müdigkeit, Ablenkung, ein anderer Test mit anderen Aufgaben und die Messungenauigkeit, die jedes Testverfahren hat. Wie Intelligenztests aufgebaut sind und wie aus Rohwerten ein IQ wird, erklärt unser Beitrag Wie wird der IQ gemessen?.
Schlaf, Sport und Ernährung: das vorhandene Niveau schützen
Ein gesunder Lebensstil macht selten klüger als die eigene Ausgangslage, aber ein ungesunder kann verhindern, dass Sie Ihre Fähigkeiten abrufen.
Schlaf. Eine Metaanalyse von Lim und Dinges (2010) über 70 Fachartikel zeigt, dass kurzfristiger Schlafentzug vor allem die einfache Aufmerksamkeit trifft, mit deutlich mehr Aussetzern. Beim logischen Schlussfolgern war der Effekt dagegen klein und statistisch nicht signifikant. Ihre Intelligenz verschwindet nach einer schlechten Nacht also nicht, aber die Aufmerksamkeit, die Sie brauchen, um sie zu nutzen, leidet.
Sport. Eine Übersichtsarbeit von Ciria und Kollegen (2023) in Nature Human Behaviour hat die randomisierten Studien hinter 24 Metaanalysen zu Bewegung und Kognition bei gesunden Menschen neu ausgewertet. Der Effekt war klein (d = 0,22), schrumpfte nach Berücksichtigung aktiver Kontrollgruppen und Ausgangsunterschieden auf 0,13 und war nach Korrektur für Publikationsverzerrung mit 0,05 vernachlässigbar. Bewegung lohnt sich für Herz, Kreislauf und Wohlbefinden, als Methode, um den IQ zu erhöhen, taugt sie nach heutigem Stand nicht.
Jod: wo sich der IQ messbar bewegt
Einige der größten belegten Umwelteinflüsse auf den IQ entstehen nicht durch cleveres Training, sondern durch die Versorgung in der frühen Entwicklung. Eine Metaanalyse von Qian und Kollegen (2005) über 37 Studien mit 12.291 Kindern in China fand, dass Kinder in Regionen mit schwerem Jodmangel rund 12 IQ-Punkte niedriger lagen als Kinder in ausreichend versorgten Regionen. Jodgaben während der Schwangerschaft gingen mit etwa 8,7 Punkten mehr einher.
Auch in Deutschland ist das Thema nicht erledigt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bezeichnet die Jodversorgung der Bevölkerung als nicht optimal: Laut Gesundheitssurveys des Robert Koch-Instituts liegen 32 % der Erwachsenen und 44 % der Kinder und Jugendlichen unter dem geschätzten durchschnittlichen Bedarf. Das BfR empfiehlt, im Haushalt konsequent Jodsalz zu verwenden, und Schwangeren nach Rücksprache mit der Frauenarztpraxis ein Jodpräparat von 100 bis 150 µg pro Tag. Zugleich betont das BfR, dass die Folgen eines leichten bis mittleren Jodmangels in der Schwangerschaft weniger gut erforscht sind als die eines schweren.
Der Flynn-Effekt: Beleg, dass der IQ nicht festgelegt ist
Wer einen Beleg sucht, dass die Umwelt den IQ verändert, findet ihn in ganzen Bevölkerungen. Eine Metaanalyse von Pietschnig und Voracek (2015) über 271 Stichproben mit fast 4 Millionen Menschen aus 31 Ländern von 1909 bis 2013 fand, dass der Gesamt-IQ um etwa 0,28 Punkte pro Jahr gestiegen ist, also rund 2,8 Punkte pro Jahrzehnt. Bei der fluiden Intelligenz waren es 0,41 Punkte pro Jahr, beim kristallinen Wissen 0,21. In den letzten Jahrzehnten haben sich die Zuwächse verlangsamt.
In manchen Ländern hat sich der Trend sogar umgekehrt. Mit Musterungsdaten norwegischer Männer der Geburtsjahrgänge 1962 bis 1991 zeigten Bratsberg und Rogeberg (2018), dass die Werte bis zum Jahrgang 1975 stiegen und danach sanken. Weil Anstieg und Rückgang auch innerhalb von Familien, also zwischen Brüdern, auftraten, schließen die Autoren auf Umweltursachen und nicht auf genetische Veränderungen.
Die Umwelt kann den IQ einer ganzen Bevölkerung also über Jahrzehnte verschieben, nur eben nicht so, wie es eine App verspricht.
Wie wird man schlauer? Ein realistischer Plan
So würden wir die Belege umsetzen:
- Lernen Sie anhaltend etwas Anspruchsvolles. Eine Sprache, ein Mathematik- oder Programmierkurs, über Monate betrieben, ähnelt am ehesten dem, was ein zusätzliches Schuljahr ausmacht. Dass das den IQ erhöht, ist unsere Schlussfolgerung, kein geprüftes Ergebnis.
- Wählen Sie Neues statt Vertrautes. Im Synapse-Projekt von Park und Kollegen lernten Menschen zwischen 60 und 90 Jahren rund drei Monate lang durchschnittlich 16,5 Stunden pro Woche digitale Fotografie, Quilten oder beides. In diesen fordernden Gruppen verbesserte sich das episodische Gedächtnis stärker als in Vergleichsgruppen, die sich gesellig trafen oder zu Hause wenig fordernde Aufgaben bearbeiteten. Das ist ein Gedächtnis-, kein IQ-Befund, zeigt aber in dieselbe Richtung: Neues und Forderndes schlägt Routine.
- Schützen Sie die Grundlagen. Ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung, Jodsalz in der Küche und die Behandlung gesundheitlicher Probleme, die Ihre Konzentration beeinträchtigen.
- Behandeln Sie Spiele als Spiele. Sudoku, Schach oder eine n-back-App sind gute Hobbys. Erwarten Sie, darin besser zu werden, nicht in allem anderen.
- Werten Sie Wiederholungstests nicht als Beweis. Übung allein hebt das Ergebnis, deshalb ist Ihr erster Versuch in einem Test der aussagekräftigste.
IQ steigern beginnt mit einer ehrlichen Standortbestimmung
Kann man also seinen IQ steigern? Ja, in Maßen und langsam: Jahre des Lernens bewegen ihn, Mangelzustände drücken ihn, und die meisten schnellen Rezepte verbessern kaum mehr als die Aufgabe, die sie trainieren. Ein sinnvoller erster Schritt ist zu wissen, wo Sie heute stehen und wo Ihre Stärken und Schwächen liegen.
Dafür können Sie den IQ-Test von IQtonics machen. Er umfasst 40 Fragen aus fünf Bereichen, Mustererkennung, räumliches Denken, Zahlen, Logik und Gedächtnis, wird nach und nach schwieriger und hat ein Zeitlimit von 20 Minuten. Ihr Ergebnis erhalten Sie auf der Standard-IQ-Skala mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15, mit Prozentrang (Ihre Position auf der Normalverteilung, kein Vergleich mit anderen Nutzern) und einem kognitiven Profil; wie der Test bewertet wird, beschreibt unsere Methodik. Den Test können Sie ohne Anmeldung starten. Ihr IQ-Wert und die vollständige Auswertung werden mit einer kostenpflichtigen Probemitgliedschaft freigeschaltet, die sich automatisch verlängert, wenn Sie nicht kündigen. Der Test ist eine Online-Selbsteinschätzung für Personen ab 16 Jahren, kein klinisches oder diagnostisches Verfahren, und er ist kein Werkzeug, um den IQ zu erhöhen.
Häufige Fragen
Kann man den IQ steigern?+
Ja, aber langsam und vor allem durch Bildung. Eine Metaanalyse von Ritchie und Tucker-Drob (2018) mit 615.812 Teilnehmenden schätzt, dass jedes zusätzliche Schuljahr den IQ um etwa 1 bis 5 Punkte erhöht. Für Apps, Nahrungsergänzungsmittel oder Kurzprogramme, die den IQ gesunder Erwachsener in wenigen Wochen dauerhaft steigern, gibt es keine überzeugenden Belege.
Kann sich der IQ verändern?+
Ja, aber er ist recht stabil. Das Testergebnis schwankt von Test zu Test um einige Punkte, etwa durch Tagesform und Übung; die zugrunde liegende Fähigkeit verändert sich, wenn überhaupt, über Jahre. Über Jahrzehnte haben sich die IQ-Werte ganzer Bevölkerungen deutlich verschoben, was auf einen starken Einfluss der Umwelt hinweist.
Ist der IQ trainierbar?+
Nur sehr eingeschränkt. Gehirntrainings verbessern laut einer großen Übersichtsarbeit von Simons und Kollegen (2016) vor allem die geübten Aufgaben, kaum aber andere Aufgaben oder das Denken im Alltag. Eine Metaanalyse über 87 Publikationen zum Arbeitsgedächtnistraining fand im Vergleich mit aktiven Kontrollgruppen keine überzeugenden Belege für bessere Intelligenzleistungen.
Steigt der IQ, wenn man IQ-Tests übt?+
Das Testergebnis steigt, die Intelligenz nicht. Eine Metaanalyse über 122 Studien mit 153.185 Personen fand deutliche Zuwächse beim Wiederholen kognitiver Tests, die nach dem dritten Durchgang aufhören. Es ist sinnvoll, die Aufgabenformate vorher zu kennen, ein höheres Ergebnis im Wiederholungstest ist aber vor allem ein Übungseffekt.
Wie kann man schnell schlauer werden?+
Einen belegten Weg, die Intelligenz schnell zu steigern, gibt es nicht. Kurzfristig beeinflussen können Sie Ihre Leistung am Testtag: Schlafmangel schadet vor allem der Aufmerksamkeit, deshalb helfen eine ausgeschlafene Nacht, ein ruhiger Raum und vertraute Aufgabenformate. Dauerhafte Veränderungen entstehen durch jahrelanges Lernen.
Kann Sport den IQ erhöhen?+
Bei gesunden Menschen kaum. Eine Übersichtsarbeit in Nature Human Behaviour (2023) über die Studien hinter 24 Metaanalysen fand einen kleinen Effekt von Bewegung auf die Kognition, der nach Korrektur für Publikationsverzerrung vernachlässigbar wurde. Für Gesundheit und Wohlbefinden lohnt sich Bewegung trotzdem.
Wie finde ich heraus, wie hoch mein IQ ist?+
Für eine fundierte Einschätzung führen Psychologinnen und Psychologen normierte Verfahren wie die WAIS-IV durch. Zur Orientierung prüft der IQ-Test von IQtonics mit 40 Fragen in etwa 20 Minuten fünf Bereiche: Mustererkennung, räumliches Denken, Zahlen, Logik und Gedächtnis. Den Test können Sie ohne Anmeldung starten; Ihr IQ-Wert und die vollständige Auswertung werden mit einer kostenpflichtigen Probemitgliedschaft freigeschaltet, die sich automatisch verlängert, wenn Sie nicht kündigen. Es handelt sich um eine Online-Selbsteinschätzung, nicht um ein klinisches oder diagnostisches Verfahren.
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