IQ-Tabelle: IQ-Werte, IQ-Skala und Prozentrang
IQ-Werte werden auf einer Skala mit dem Mittelwert 100 und der Standardabweichung 15 angegeben. Rund 68 % der Menschen liegen zwischen 85 und 115, etwa 95 % zwischen 70 und 130. Mit dem Rechner und der IQ-Tabelle unten sehen Sie, was ein IQ-Wert bedeutet, welchem Prozentrang er entspricht und wie selten er ist.
IQ-Prozentrang-Rechner
Geben Sie einen IQ-Wert ein und sehen Sie, welchem Prozentrang er entspricht, wie selten er ist und wie Tests ihn einordnen. Oder geben Sie einen Prozentrang ein, um den passenden IQ zu erhalten.
Zum Beispiel 98 für die obersten 2 %.
- Prozentrang
- 98.
- Höher als
- 97,7 %
- Menschen mit höherem Wert
- 1 von 44
- Einordnung (WISC-V)
- Weit überdurchschnittlich
Die IQ-Glockenkurve
IQ-Werte sind normalverteilt: Die meisten Menschen liegen nahe bei 100, und je weiter ein Wert von der Mitte entfernt ist, desto seltener kommt er vor. Jeder Schritt von 15 Punkten entspricht einer Standardabweichung (SD).
IQ-Tabelle: IQ-Bereiche und ihre Einordnung
Testverlage teilen IQ-Werte in benannte Bereiche ein. Die Grenzen folgen den aktuellen Wechsler-Tests (WISC-V, WAIS-5). Die erste Spalte gibt deren Einordnung sinngemäß auf Deutsch wieder, die zweite die Bezeichnungen, die in deutschsprachigen Gutachten und Ratgebern häufig zu lesen sind. Je nach Test und Quelle weichen die Wörter etwas ab. Als hochbegabt gilt im deutschsprachigen Raum meist, wer einen IQ von 130 oder mehr erreicht.
| IQ-Bereich | Einordnung (Wechsler) | Übliche Bezeichnung | Anteil der Bevölkerung |
|---|---|---|---|
| 130 und höher | Weit überdurchschnittlich | Sehr hoch (Hochbegabung) | 2,3 % |
| 120–129 | Überdurchschnittlich | Hoch | 6,8 % |
| 110–119 | Leicht überdurchschnittlich | Hoch durchschnittlich | 16,1 % |
| 90–109 | Durchschnittlich | Durchschnittlich | 49,5 % |
| 80–89 | Leicht unterdurchschnittlich | Unterer Durchschnitt | 16,1 % |
| 70–79 | Unterdurchschnittlich | Grenzbereich | 6,8 % |
| 69 und darunter | Weit unterdurchschnittlich | Sehr niedrig | 2,3 % |
Die Anteile ergeben sich aus einer Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 und sind gerundet.
IQ-Prozentrang-Tabelle
Der Prozentrang gibt an, welcher Anteil der Bevölkerung einen niedrigeren IQ-Wert hat: Prozentrang 98 heißt, dass etwa 98 % darunter liegen. Die Seltenheit zählt bei Werten ab 100 die Menschen mit höherem Wert, unter 100 die Menschen mit niedrigerem Wert. Wählen Sie einen IQ-Wert für eine ausführliche Erklärung.
| IQ-Wert | Prozentrang | Höher als | Seltenheit |
|---|---|---|---|
| 55 | 0,13 | 0,13 % | 1 von 741 |
| 60 | 0,38 | 0,38 % | 1 von 261 |
| 65 | 1 | 0,98 % | 1 von 102 |
| 70 | 2 | 2,3 % | 1 von 44 |
| 75 | 5 | 4,8 % | 1 von 21 |
| 80 | 9 | 9,1 % | 1 von 11 |
| 85 | 16 | 15,9 % | 1 von 6,3 |
| 90 | 25 | 25,2 % | 1 von 4 |
| 95 | 37 | 36,9 % | 1 von 2,7 |
| 100 | 50 | 50 % | 1 von 2 |
| 105 | 63 | 63,1 % | 1 von 2,7 |
| 110 | 75 | 74,8 % | 1 von 4 |
| 115 | 84 | 84,1 % | 1 von 6,3 |
| 120 | 91 | 90,9 % | 1 von 11 |
| 125 | 95 | 95,2 % | 1 von 21 |
| 130 | 98 | 97,7 % | 1 von 44 |
| 135 | 99 | 99,02 % | 1 von 102 |
| 140 | 99,62 | 99,62 % | 1 von 261 |
| 145 | 99,87 | 99,87 % | 1 von 741 |
| 150 | 99,957 | 99,957 % | 1 von 2.330 |
| 155 | 99,988 | 99,988 % | 1 von 8.140 |
| 160 | 99,9968 | 99,9968 % | 1 von 31.600 |
| 170 | 99,99985 | 99,99985 % | 1 von 653.000 |
| 180 | > 99,9999 | > 99,9999 % | 1 von 20,7 Millionen |
| 190 | > 99,9999 | > 99,9999 % | 1 von 1,01 Milliarden |
| 200 | > 99,9999 | > 99,9999 % | 1 von 76,4 Milliarden |
So funktioniert die IQ-Skala
Moderne Intelligenztests geben einen Abweichungs-IQ an. Ihre Antworten werden ausgewertet und mit einer großen Normstichprobe gleichaltriger Personen verglichen. Das Ergebnis wird dann auf eine Skala mit dem Mittelwert 100 und der Standardabweichung 15 umgerechnet. Ein IQ von 115 liegt eine Standardabweichung über dem Durchschnitt, 130 liegt zwei darüber.
Ein IQ-Wert ist deshalb eigentlich ein Rangplatz und keine Messung in Einheiten wie Zentimetern. Dieselbe Zahl richtiger Antworten kann mit 20 und mit 70 Jahren zu unterschiedlichen IQ-Werten führen, weil Sie jeweils mit einer anderen Altersgruppe verglichen werden.
Der ältere Quotienten-IQ funktionierte anders. Der deutsche Psychologe William Stern schlug 1912 vor, das Intelligenzalter durch das Lebensalter zu teilen. Lewis Terman multiplizierte diesen Quotienten 1916 in seinem Stanford-Binet-Test mit 100 und machte den „IQ“ populär. David Wechsler ersetzte ihn 1939 mit der Wechsler-Bellevue-Skala durch den Abweichungs-IQ.
IQ-Tabelle nach Alter: Gibt es je Alter andere IQ-Werte?
Nein, und genau darin liegt der Sinn der Skala. Weil jeder IQ-Test nach Altersgruppen normiert ist, bedeutet ein IQ von 100 mit 8, mit 30 und mit 75 Jahren dasselbe: genau den Durchschnitt der eigenen Altersgruppe. Die IQ-Tabelle oben gilt daher für jedes Alter, ebenso die Prozentränge.
Was sich mit dem Alter ändert, sind die Rohwerte, also die Zahl der gelösten Aufgaben. Kinder lösen von Jahr zu Jahr mehr Aufgaben. Bei Erwachsenen lässt im höheren Alter vor allem das Verarbeitungstempo nach, während Wissen und Wortschatz lange stabil bleiben. Die Normtabellen der Tests gleichen das aus: Die deutsche WAIS-IV ist für Personen von 16 bis 89 Jahren normiert, die deutsche WISC-V für Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren.
Ein „durchschnittlicher IQ nach Alter“ liegt deshalb immer bei 100. Für die Einordnung eines Werts zählt allein der Vergleich mit der eigenen Altersgruppe.
Was ist ein normaler IQ?
Auf einer Skala mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 liegen etwa 68 % der Menschen zwischen 85 und 115, rund 95 % zwischen 70 und 130 und etwa 99,7 % zwischen 55 und 145.
Den Bereich von 90 bis 109 bezeichnen Testverlage als durchschnittlich; dort liegt etwa die Hälfte aller Menschen. Wer von einem „normalen IQ“ spricht, meint meist diesen Bereich oder die breitere Spanne von 85 bis 115.
Warum derselbe IQ-Wert in verschiedenen Tests Unterschiedliches bedeuten kann
Die meisten modernen Tests, darunter die Wechsler-Skalen und der Stanford-Binet 5, verwenden eine Standardabweichung von 15. Der ältere Stanford-Binet und der Cattell Culture Fair Test nutzen 16, der Cattell III B sogar 24. Derselbe Rangplatz ergibt auf einer breiteren Skala also eine höhere Zahl.
Das zeigt sich gut bei Mensa. Mensa in Deutschland nimmt auf, wer in einem anerkannten Intelligenztest besser abschneidet als 98 % der Bevölkerung, was einem IQ von mindestens 130 entspricht. American Mensa nennt für die Wechsler-Skalen und den Stanford-Binet 5 ebenfalls 130, für den älteren Stanford-Binet 132 und für den Cattell 148. Gemeint ist jedes Mal ungefähr dieselbe Spitzengruppe von 2 %. Der Rechner oben rechnet zwischen diesen Skalen um.
Was ein IQ-Wert aussagen kann und was nicht
Kein Test misst den IQ exakt. Bei Einzeltests wie der WAIS oder der WISC hat der Gesamt-IQ ein 95-%-Konfidenzintervall von ungefähr ±5 Punkten. Ein Wert von 112 heißt also eher: „vermutlich irgendwo zwischen 107 und 117“.
Die üblichen Tests für Erwachsene und Kinder reichen bis 160. Höhere Werte erfordern besondere erweiterte Normen. Die meisten Angaben von 180 oder 200 stammen deshalb aus unbeaufsichtigten Tests oder aus alten Berechnungen des Quotienten-IQ.
Im Durchschnitt sagt der IQ manches vorher, etwa Schulleistungen. Kreativität, Charakter, Motivation oder Wissen misst er nicht. Eine Diagnose, auch die Feststellung einer Hochbegabung, kann nur eine qualifizierte Fachperson mit einem standardisierten Test stellen, bei Kindern etwa eine Psychologin, ein Psychologe oder der schulpsychologische Dienst. Online-Tests, auch unserer, sind Selbsteinschätzungen.
Alle IQ-Werte erklärt
Eine eigene Seite für jeden IQ-Wert von 55 bis 160 sowie für die extremen Werte, nach denen oft gefragt wird.
IQ-Tabelle und IQ-Skala: häufige Fragen
Was ist die IQ-Skala?+
Die IQ-Skala ist das Bewertungssystem von Intelligenztests. Sie ist so festgelegt, dass der Durchschnitt der Bevölkerung bei 100 und die Standardabweichung bei 15 liegt. Jeder Wert beschreibt also eine Position im Vergleich zu anderen: 115 liegt über etwa 84 % der Bevölkerung, 130 über etwa 98 %.
Welche IQ-Werte sind normal?+
Etwa die Hälfte aller Menschen hat einen IQ zwischen 90 und 109, den Testverlage als durchschnittlich einordnen. Rund 68 % liegen zwischen 85 und 115, etwa 95 % zwischen 70 und 130.
Gibt es eine IQ-Tabelle nach Alter?+
Eine eigene IQ-Tabelle für jedes Alter braucht es nicht. IQ-Tests werden nach Altersgruppen normiert, sodass 100 in jedem Alter den Durchschnitt der Gleichaltrigen bedeutet und 130 in jedem Alter etwa die obersten 2 %. Nach Alter unterscheiden sich nur die Rohwerte, also wie viele Aufgaben man lösen muss, um einen bestimmten IQ zu erreichen.
Ab welchem IQ ist man hochbegabt?+
Im deutschsprachigen Raum gilt meist ein IQ ab 130 als Hochbegabung, also etwa Prozentrang 98 auf der Standard-IQ-Kurve. Das ist eine Konvention, keine feste Naturgrenze, und festgestellt wird eine Hochbegabung nur mit einem professionell durchgeführten Test. „Genie“ ist dagegen keine wissenschaftliche Kategorie; populäre Artikel setzen die Grenze dafür informell bei 140 oder 145.
Wie hoch kann ein IQ maximal sein?+
Die Standardnormen von WAIS-IV und WISC-V reichen bis 160, also vier Standardabweichungen über dem Mittelwert oder etwa 1 von 31.600 Menschen. Pearsons erweiterte WISC-V-Normen für sehr hochbegabte Kinder reichen bis 210. Statistisch läge ein IQ von 200 bei etwa 1 von 76 Milliarden, mehr als Menschen auf der Erde leben. Solche Angaben lassen sich daher an keiner Normstichprobe überprüfen.
Wie berechnet man den IQ-Prozentrang?+
Weil IQ-Werte normalverteilt sind, ist der Prozentrang der Anteil der Verteilung unterhalb Ihres Werts. Man zieht 100 ab und teilt durch die Standardabweichung 15; das ergibt den z-Wert. Diesen schlägt man in der Normalverteilung nach: z = 2 (IQ 130) ergibt etwa 97,7 %, z = 1 (IQ 115) etwa 84,1 %.
Wie genau ist ein IQ-Wert?+
Ein professionell durchgeführter Test ist auf wenige Punkte genau; typisch ist ein 95-%-Konfidenzintervall von etwa ±5 Punkten. Trotzdem kann Ihr Wert zwischen verschiedenen Tests und über die Zeit schwanken, und Online-Tests sind weniger kontrolliert als eine Einzeltestung bei einer Psychologin oder einem Psychologen.
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Quellen
- What is Intellectual Disability? · American Psychiatric Association
- DSM-5 Intellectual Disability Fact Sheet · American Psychiatric Association
- IQ · APA Dictionary of Psychology, American Psychological Association
- One Century of Global IQ Gains: A Formal Meta-Analysis of the Flynn Effect (1909–2013) · Pietschnig & Voracek, Perspectives on Psychological Science (2015)
- WISC-V Technical Report #6: Extended Norms · Pearson
- Wechsler Adult Intelligence Scale | Fifth Edition · Pearson
- WISC-V: Wechsler Intelligence Scale for Children – Fifth Edition (deutsche Bearbeitung hrsg. von F. Petermann) · Testzentrale (Hogrefe)
- WAIS-IV: Wechsler Adult Intelligence Scale – Fourth Edition (deutsche Bearbeitung hrsg. von F. Petermann) · Testzentrale (Hogrefe)
- Qualifying Test Scores for Mensa Membership · American Mensa
- Mensa-Mitgliedschaft · Mensa in Deutschland e.V.
- IQ-Test bei Mensa · Mensa in Deutschland e.V.