Durchschnittlicher IQ: Wie hoch ist der IQ-Durchschnitt in Deutschland?
Der durchschnittliche IQ liegt per Definition bei 100, in Deutschland wie in jedem Land mit eigenen Testnormen. Als normal gilt der Bereich von 85 bis 115, in dem rund 68 % aller Menschen liegen. Hier finden Sie die Prozentrang-Tabelle und was der Durchschnitt über Sie aussagt.
Verfasst von: IQtonics-RedaktionAktualisiert am 15. Oktober 2026
Auf dieser Seite
- Was ist der durchschnittliche IQ?
- Warum der IQ-Durchschnitt immer bei 100 liegt
- Welcher IQ ist normal?
- IQ-Tabelle: Prozentränge rund um den Durchschnitt
- IQ-Durchschnitt in Deutschland: Wie hoch ist er wirklich?
- Ländervergleiche: Was nationale IQ-Werte aussagen und was nicht
- Durchschnittlicher IQ nach Alter
- Warum ein einzelner IQ-Wert um einige Punkte schwankt
- Was der Durchschnitt nicht über Sie aussagt
- Den eigenen IQ einordnen: Der IQ-Test von IQtonics
Sie haben eine Zahl gehört oder selbst einen Test gemacht und fragen sich, wo Sie damit stehen. Dafür brauchen Sie vor allem einen Bezugspunkt: den durchschnittlichen IQ. Die Antwort ist kürzer als bei den meisten Fragen rund um Intelligenz, denn der Durchschnitt wird nicht gemessen, sondern festgelegt. Spannender ist, was daraus folgt: welcher IQ als normal gilt, warum der Durchschnitts-IQ in Deutschland trotzdem 100 beträgt und was ein einzelner Wert wirklich aussagt.
Was ist der durchschnittliche IQ?
Der Intelligenzquotient beschreibt keine absolute Menge an Intelligenz, sondern eine relative Position. Das Lexikon der Psychologie von Spektrum.de definiert den IQ als das gebräuchlichste Intelligenzmaß, das angibt, wie die Leistung einer Person im Vergleich zu einer vorab bestimmten Vergleichsgruppe liegt. Deren durchschnittlicher IQ wird auf 100 festgesetzt. Ein IQ von 100 bedeutet also: Die Hälfte der Vergleichsgruppe schneidet gleich gut oder besser ab, die andere Hälfte schlechter.
Diese Skala heißt Abweichungs-IQ. Die Göttinger Psychologin Christiane Kiese-Himmel erklärt in einem Editorial der Fachzeitschrift Sprache, Stimme, Gehör (2016), warum David Wechsler ihn einführte: Das ältere Verhältnismaß aus Intelligenzalter und Lebensalter passte nicht dazu, dass Intelligenz nicht linear mit dem Alter zunimmt. Beim Abweichungs-IQ wird die Testleistung einer Person stattdessen als Abweichung vom Mittelwert einer Referenzgruppe dargestellt, deren Mittelwert bei 100 und deren Standardabweichung bei 15 liegt.
Daraus folgen drei einfache Regeln:
- 100 ist der IQ-Durchschnittswert. Jeder Wert darüber ist überdurchschnittlich, jeder darunter unterdurchschnittlich, im rein statistischen Sinn.
- 15 Punkte sind eine Standardabweichung. 115 liegt eine Standardabweichung über dem Durchschnitt, 130 zwei.
- Die Verteilung folgt einer Glockenkurve. Die meisten Menschen liegen nahe bei 100, sehr hohe und sehr niedrige Werte sind selten.
Woher der Begriff stammt und wie sich die Berechnung seit William Stern verändert hat, erklärt unser Leitfaden Was ist der IQ?.
Warum der IQ-Durchschnitt immer bei 100 liegt
Ein Intelligenztest misst zunächst nur Rohwerte: wie viele Aufgaben jemand in der vorgegebenen Zeit richtig gelöst hat. Diese Rohwerte haben für sich genommen keine Bedeutung. 38 richtige Antworten können viel oder wenig sein, je nachdem, wie schwer der Test ist und wer ihn macht.
Deshalb wird jeder seriöse Test vor seiner Veröffentlichung normiert. Die Testautoren geben ihn einer großen, möglichst repräsentativen Stichprobe der Bevölkerung, der sogenannten Normstichprobe oder Eichstichprobe. Aus deren Ergebnissen entstehen Normtabellen, die jeden Rohwert in einen IQ übersetzen. Das Lehrbuch Psychology 2e von OpenStax beschreibt Normierung genau so: Ein Test wird einer großen Population vorgelegt, damit sich Gruppen wie Altersgruppen miteinander vergleichen lassen.
Ein vereinfachtes, ausgedachtes Beispiel macht das Prinzip sichtbar:
- In der Normstichprobe einer Altersgruppe lösen die Teilnehmenden im Mittel 30 von 60 Aufgaben, die Standardabweichung beträgt 8 Aufgaben.
- Wer 30 Aufgaben löst, liegt genau im Mittel und erhält einen IQ von 100.
- Wer 38 Aufgaben löst, liegt eine Standardabweichung darüber und erhält einen IQ von 115.
- Wer 22 Aufgaben löst, liegt eine Standardabweichung darunter und erhält einen IQ von 85.
Echte Normierungen sind aufwendiger, sie glätten zum Beispiel die Werte zwischen Altersgruppen. Das Prinzip bleibt aber gleich: Der Durchschnitt der Normstichprobe wird zu 100. Deshalb kann der durchschnittliche IQ auf einem richtig normierten Test gar nicht 95 oder 108 betragen. Wie aus Rohwerten konkret ein IQ wird und welche Tests es gibt, zeigt unser Beitrag Wie wird der IQ gemessen?
Welcher IQ ist normal?
Die Frage „Was ist ein normaler IQ?“ hat eine statistische Antwort: Als normal gilt der Bereich von 85 bis 115, also eine Standardabweichung unter bis eine Standardabweichung über dem Durchschnitt. Laut Spektrum-Lexikon liegen zwischen den IQ-Werten 85 und 115 ungefähr 68 % der Vergleichsgruppe. Kiese-Himmel nennt diesen Bereich ausdrücklich den Durchschnittsbereich und ergänzt, dass innerhalb der doppelten Standardabweichung, also zwischen 70 und 130, 95,5 % der Bevölkerung liegen.
Diese Anteile ergeben sich direkt aus der Normalverteilung. Das Statistik-Handbuch des US-amerikanischen NIST gibt für jede Normalverteilung an: 68,27 % der Werte liegen innerhalb einer Standardabweichung um den Mittelwert, 95,45 % innerhalb von zwei und 99,73 % innerhalb von drei. Übertragen auf die IQ-Skala sieht das so aus:
| IQ-Bereich | Einordnung (vereinfacht) | Anteil der Bevölkerung | Von 1.000 Menschen |
|---|---|---|---|
| unter 70 | deutlich unterdurchschnittlich | 2,3 % | etwa 23 |
| 70 bis 85 | unterdurchschnittlich | 13,6 % | etwa 136 |
| 85 bis 115 | durchschnittlich (Normalbereich) | 68,3 % | etwa 683 |
| 115 bis 130 | überdurchschnittlich | 13,6 % | etwa 136 |
| über 130 | deutlich überdurchschnittlich | 2,3 % | etwa 23 |
Wie viel IQ hat ein normaler Mensch?
Ein typischer Mensch hat einen IQ um 100. Wer 92 oder 108 erreicht, liegt ebenso mitten im Normalbereich wie jemand mit genau 100. Schon zwischen 90 und 110 liegt rechnerisch knapp die Hälfte der Bevölkerung (49,5 %). Kleine Unterschiede innerhalb dieses Bereichs sind im Alltag kaum spürbar und liegen oft innerhalb der Messungenauigkeit eines Tests (dazu unten mehr).
Was „normal“ nicht bedeutet
„Normal“ ist hier ein statistischer Begriff und keine Bewertung. Ein IQ von 84 ist kein Grund zur Sorge, ein IQ von 116 kein Beleg für besondere Begabung. Fachlich relevant werden erst Werte weit außerhalb der Mitte. Am oberen Ende spricht man ab etwa 130 von Hochbegabung; mehr dazu in unserem Leitfaden zur Hochbegabung. Am unteren Ende ordnet die amtliche deutsche Diagnoseklassifikation ICD-10-GM des BfArM eine leichte Intelligenzminderung dem IQ-Bereich von 50 bis 69 zu. Eine solche Einordnung gehört in eine fachliche Diagnostik und nicht in einen Online-Test.
IQ-Tabelle: Prozentränge rund um den Durchschnitt
Der Prozentrang gibt an, wie viel Prozent der Vergleichsgruppe einen gleichen oder niedrigeren Wert haben. Ein Prozentrang von 84 bedeutet: Rund 84 % liegen gleichauf oder darunter, rund 16 % darüber. Die folgende Tabelle zeigt die Werte rund um den Durchschnitt. Sie ist aus der Normalverteilung berechnet und gilt für jeden Test, der die Skala mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 verwendet.
| IQ | Abstand zum Durchschnitt | Prozentrang | Anteil mit diesem IQ oder höher |
|---|---|---|---|
| 80 | −1,3 SD | 9,1 | 90,9 % |
| 85 | −1,0 SD | 15,9 | 84,1 % |
| 90 | −0,7 SD | 25,2 | 74,8 % |
| 95 | −0,3 SD | 36,9 | 63,1 % |
| 100 | 0 | 50,0 | 50,0 % |
| 105 | +0,3 SD | 63,1 | 36,9 % |
| 110 | +0,7 SD | 74,8 | 25,2 % |
| 115 | +1,0 SD | 84,1 | 15,9 % |
| 120 | +1,3 SD | 90,9 | 9,1 % |
Zwei Dinge fallen auf. Erstens ist die Kurve symmetrisch: 85 und 115 liegen gleich weit von der Mitte entfernt, nur auf verschiedenen Seiten. Zweitens drängen sich in der Mitte sehr viele Menschen: Schon zwischen 95 und 105 liegt rechnerisch gut ein Viertel der Bevölkerung (26,1 %). Einen IQ von 115 oder mehr erreicht etwa jede sechste Person, einen IQ von 130 oder mehr nur noch etwa eine von 44.
Den genauen Prozentrang für jeden beliebigen Wert berechnet der Rechner auf unserer Seite IQ-Tabelle und IQ-Skala. Wie selten noch höhere Werte sind, warum die Glockenkurve diese Form hat und wie Skalen mit Standardabweichung 16 oder 24 funktionieren, erklärt der Leitfaden zur IQ-Verteilung.
IQ-Durchschnitt in Deutschland: Wie hoch ist er wirklich?
Die Frage nach dem durchschnittlichen IQ in Deutschland gehört zu den häufigsten Suchanfragen zum Thema. Die ehrliche Antwort lautet: 100, und zwar per Konstruktion. Die in Deutschland eingesetzten Intelligenztests werden an deutschen Normstichproben geeicht, und deren Mittelwert wird, wie oben beschrieben, auf 100 gesetzt.
Ein Beispiel ist die deutsche Fassung der Wechsler Adult Intelligence Scale, einer der bekanntesten Intelligenztests für Erwachsene. Laut Verlagsangabe von Hogrefe zur WAIS-IV liegen für den Altersbereich von 16 bis 89 Jahren repräsentative Normen für Deutschland aus dem Jahr 2012 vor, erhoben an 1.650 Personen. Ein Gesamt-IQ von 100 auf diesem Test bedeutet also: genau durchschnittlich im Vergleich mit der deutschen Bevölkerung gleichen Alters, wie sie zum Zeitpunkt der Normierung getestet wurde.
Die Nachfolgeversion steht bereits an. Für die deutsche WAIS-5 nennt Hogrefe neue repräsentative Normdaten, die 2024 und 2025 in Deutschland erhoben wurden; der Test ist als „in Vorbereitung“ gelistet und soll voraussichtlich Ende 2026 lieferbar sein (Stand: Oktober 2026). Mit den neuen Normen wird der Durchschnitt wieder neu auf 100 kalibriert.
Für Österreich und die Schweiz gilt dasselbe Prinzip. Ob ein Test eigene Normen für diese Länder hat oder gemeinsame Normen für den deutschsprachigen Raum verwendet, steht im jeweiligen Testhandbuch.
Werden die Deutschen klüger oder dümmer?
Hinter dieser Frage steckt der sogenannte Flynn-Effekt: Im 20. Jahrhundert stiegen die Ergebnisse in Intelligenztests in vielen Ländern über Jahrzehnte an, laut einer Metaanalyse von Pietschnig und Voracek (2015) im Mittel um knapp 3 IQ-Punkte pro Jahrzehnt. Für den deutschsprachigen Raum gibt es in einzelnen Fähigkeitsbereichen Hinweise auf eine Trendwende, etwa beim räumlichen Vorstellungsvermögen (Pietschnig und Gittler, 2015). Ob „die Deutschen“ insgesamt klüger oder weniger klug werden, lässt sich daraus nicht ableiten; die Studien im Einzelnen stellt der Leitfaden zur IQ-Verteilung vor. Für den Durchschnitts-IQ auf aktuellen Tests ändert das nichts, denn neue Normen setzen die Mitte wieder auf 100.
Was ist mit IQ-Ranglisten nach Städten oder Bundesländern?
Im Netz kursieren Ranglisten, die einzelnen Städten oder Regionen Durchschnitts-IQs zuordnen. Sie stammen meist aus Online-Tests, an denen sich Menschen freiwillig beteiligt haben. Solche Stichproben sind nicht repräsentativ: Wer einen IQ-Test im Internet macht, unterscheidet sich systematisch von der Gesamtbevölkerung, und die Testbedingungen sind nicht kontrolliert. Für die Frage nach dem IQ-Durchschnitt in Deutschland sind diese Zahlen deshalb ungeeignet.
Ländervergleiche: Was nationale IQ-Werte aussagen und was nicht
Wer nach dem IQ der Deutschen im internationalen Vergleich sucht, landet schnell bei Ranglisten, in denen Deutschland meist mit einem Wert in der Nähe von 100 auftaucht, je nach Liste etwas darüber oder darunter. Diese Zahlen haben eine andere Herkunft als der Durchschnitt auf deutschen Testnormen.
Fast alle diese Listen gehen auf Datensätze zurück, die Richard Lynn und Tatu Vanhanen 2002 erstmals veröffentlichten und die zuletzt Lynn und David Becker 2019 aktualisierten. Der Psychologe Russell T. Warne (2022) hat diese Daten in der Fachzeitschrift Evolutionary Psychological Science ausführlich geprüft. Für die Einordnung genügen wenige Punkte:
- Ergebnisse aus sehr verschiedenen Tests, Jahrzehnten und Stichproben werden in eine gemeinsame IQ-Skala umgerechnet.
- Als Bezugspunkt mit dem Wert 100 dienen britische Normen; ein „deutscher IQ“ in solchen Listen ist also ein Vergleich mit Großbritannien, nicht der Durchschnitt auf deutschen Normen.
- Für viele Länder ohne eigene Daten wurden Werte aus Nachbarländern übernommen oder geschätzt.
- Viele Stichproben sind klein, und ihre Größe schwankt stark.
Die Kritik an diesen Daten ist grundsätzlich. Die Forscherin Rebecca Sear (2022, Preprint) kommt zu dem Schluss, der Datensatz von 2019 sei nicht zweckdienlich: Die meisten Daten stammten aus Stichproben, die für ihre Länder überhaupt nicht repräsentativ seien, oft Gelegenheitsstichproben mit wenigen Personen, teils aus den 1940er-Jahren und häufig nur mit Kindern. Die Fachgesellschaft European Human Behaviour and Evolution Association hat sich öffentlich von den Daten distanziert und nennt unter anderem zu kleine Stichproben, fehlende Länder und intransparente Auswahlkriterien. Warne selbst plädiert für einen Mittelweg zwischen pauschaler Ablehnung und unkritischer Übernahme, benennt aber ebenfalls deutliche Schwächen der Daten.
Durchschnittlicher IQ nach Alter
Ein häufiges Missverständnis: Der IQ müsse mit dem Alter steigen oder sinken. Tatsächlich liegt der durchschnittliche IQ in jeder Altersgruppe bei 100, weil jede Person nur mit Menschen ihres eigenen Alters verglichen wird. OpenStax hält fest, dass Testpersonen mit Gleichaltrigen verglichen werden, und Spektrum betont, dass für die Interpretation spezielle Normwerte nach Alter bereitstehen.
Was sich mit dem Alter verändert, sind die Rohwerte, also die absoluten Leistungen. Eine große Studie von Hartshorne und Germine (2015) mit 48.537 Online-Teilnehmenden und den Normdaten etablierter IQ- und Gedächtnistests zeigt, dass verschiedene Fähigkeiten zu sehr unterschiedlichen Zeitpunkten ihren Höhepunkt erreichen:
- Manche Fähigkeiten, etwa die Verarbeitungsgeschwindigkeit, erreichen ihren Höhepunkt um das Ende der Schulzeit und lassen danach nach.
- Andere bleiben im frühen Erwachsenenalter stabil und gehen erst ab den 30ern zurück, das Arbeitsgedächtnis etwa erreichte seinen Höhepunkt um das 30. Lebensjahr.
- Wieder andere steigen bis in die 40er oder länger; beim Wortschatz lag der Höhepunkt in den Online-Daten erst bei etwa 65 Jahren.
Deshalb können zwei Menschen mit identischem Rohwert unterschiedliche IQ-Werte erhalten: Eine 70-Jährige, die genauso schnell Muster erkennt wie ein 25-Jähriger, liegt im Vergleich mit ihrer Altersgruppe weiter vorn. Ein normaler IQ bei Erwachsenen ist darum derselbe wie bei Jugendlichen: 100 im Mittel, 85 bis 115 als Normalbereich.
Warum ein einzelner IQ-Wert um einige Punkte schwankt
Kein Test misst fehlerfrei. Deshalb weisen professionelle Gutachten zu jedem IQ ein Konfidenzintervall aus, also einen Bereich, in dem der „wahre“ Wert mit hoher Wahrscheinlichkeit liegt. Kiese-Himmel betont, dass dieses Intervall bei der Interpretation unbedingt beachtet werden sollte, und fügt hinzu, dass ein IQ bei Werten unter 40 oder über 160 keine differenzierende Aussagekraft mehr hat.
Wie groß diese Unsicherheit ist, lässt sich abschätzen. Hogrefe gibt für den Gesamtwert der WAIS-IV eine Reliabilität von 0,97 an. Daraus ergibt sich rechnerisch ein Standardmessfehler von etwa 2,6 IQ-Punkten und ein 95-%-Konfidenzintervall von rund plus/minus 5 Punkten. Selbst bei einem der genauesten Tests, die es gibt, ist ein gemessener IQ von 103 also eher als „irgendwo zwischen 98 und 108“ zu lesen. Kürzere Tests messen in der Regel ungenauer.
Hinzu kommen Einflüsse am Testtag:
- Tagesform: Schlaf, Stress und Konzentration wirken sich auf das Ergebnis aus.
- Übungseffekte: Wer ähnliche Aufgaben schon kennt, schneidet beim zweiten Mal oft etwas besser ab.
- Testart: Ein Test mit vielen sprachlichen Aufgaben misst etwas anderes als ein Test mit Figurenmatrizen.
- Normen: Alte Normtabellen können Ergebnisse systematisch verschieben, wie oben beim Flynn-Effekt beschrieben.
Was der Durchschnitt nicht über Sie aussagt
Ein IQ beschreibt bestimmte Denkfähigkeiten: logisches Schlussfolgern, Mustererkennung, räumliches Denken, Arbeitsgedächtnis und je nach Test Wortschatz und Verarbeitungsgeschwindigkeit. Er misst nicht Kreativität, Motivation, Fachwissen, soziale Fähigkeiten oder Charakter. Ein durchschnittlicher IQ ist deshalb kein Urteil über Ihre Möglichkeiten, sondern eine Momentaufnahme bestimmter Fähigkeiten im Vergleich mit Gleichaltrigen.
Ob ein Wert über dem Durchschnitt „gut“ ist, hängt außerdem davon ab, wofür. Diese Frage behandelt unser Beitrag Was ist ein guter IQ? ausführlich.
Den eigenen IQ einordnen: Der IQ-Test von IQtonics
Wenn Sie wissen möchten, wo Sie im Vergleich zum durchschnittlichen IQ von 100 ungefähr liegen, ist ein Online-Test ein einfacher erster Schritt. Beim IQ-Test von IQtonics beantworten Sie 40 Fragen aus fünf Bereichen: Mustererkennung, räumliches Denken, Zahlen, Logik und Gedächtnis. Sie haben dafür 20 Minuten Zeit, die Fragen werden schwieriger, und schwierigere Fragen bringen mehr Punkte. Ihr Ergebnis erhalten Sie auf derselben Skala wie in den Tabellen oben, mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15, zusammen mit Ihrem Prozentrang (Ihrer Position auf der Standard-IQ-Kurve, kein Vergleich mit anderen Nutzern), einem kognitiven Profil über die fünf Bereiche und einem Zertifikat mit Prüfcode.
Damit Sie wissen, woran Sie sind: Den Test können Sie ohne Anmeldung starten. Ihr IQ-Wert und die vollständige Auswertung werden mit einer kostenpflichtigen Probemitgliedschaft freigeschaltet, die sich automatisch verlängert, wenn Sie nicht kündigen. Der Test richtet sich an Personen ab 16 Jahren. Er ist eine Online-Selbsteinschätzung und kein klinisches oder diagnostisches Verfahren; er beruht nicht auf einer Normstichprobe und es liegen keine veröffentlichten Daten zu Reliabilität oder Validität vor. Wie er aufgebaut ist und bewertet wird, lesen Sie auf unserer Seite zur Methodik. Für eine belastbare Diagnose, etwa bei Verdacht auf Hochbegabung, ist ein standardisierter Test bei einer Psychologin oder einem Psychologen der richtige Weg.
Häufige Fragen
Was ist der durchschnittliche IQ?+
Der durchschnittliche IQ beträgt 100. Diese Zahl ist kein Messergebnis, sondern eine Festlegung: Moderne Intelligenztests werden an einer großen Vergleichsgruppe normiert, deren Mittelwert auf 100 und deren Standardabweichung auf 15 Punkte gesetzt wird. Wer 100 erreicht, liegt also genau in der Mitte seiner Vergleichsgruppe.
Welcher IQ ist normal?+
Als normaler IQ gilt meist der Bereich von 85 bis 115, also eine Standardabweichung unter bis eine Standardabweichung über dem Mittelwert. Rechnerisch liegen dort rund 68 % aller Menschen. Auch Werte knapp außerhalb dieses Bereichs sind nichts Ungewöhnliches: Zwischen 70 und 130 liegen etwa 95 % der Bevölkerung.
Wie viel IQ hat ein normaler Mensch?+
Ein typischer Mensch hat einen IQ um 100, die meisten Menschen liegen zwischen 85 und 115. Von 1.000 zufällig ausgewählten Personen hätten rechnerisch etwa 683 einen IQ in diesem Bereich, je rund 159 lägen darunter beziehungsweise darüber, und nur etwa 23 erreichten mehr als 130.
Wie hoch ist der durchschnittliche IQ in Deutschland?+
Gemessen an deutschen Testnormen beträgt der durchschnittliche IQ in Deutschland 100, denn die in Deutschland eingesetzten Verfahren wie die WAIS-IV werden an repräsentativen deutschen Stichproben genau so geeicht, dass der Mittelwert bei 100 liegt. Werte für Deutschland aus internationalen Länderlisten beruhen auf umstrittenen Datensätzen und sind keine amtliche Statistik.
Was ist ein normaler IQ bei Erwachsenen?+
Bei Erwachsenen gilt dasselbe wie bei Jugendlichen: Der Durchschnitt liegt bei 100, der Normalbereich bei 85 bis 115. IQ-Werte werden immer mit der eigenen Altersgruppe verglichen, deshalb hat ein 30-Jähriger mit IQ 100 ebenso einen durchschnittlichen Wert wie eine 70-Jährige mit IQ 100.
Ist ein IQ von 110 oder 115 überdurchschnittlich?+
Ein IQ von 110 liegt über dem Mittelwert, aber noch im Normalbereich; etwa ein Viertel der Bevölkerung erreicht diesen Wert oder mehr. 115 liegt genau eine Standardabweichung über dem Durchschnitt, an der Obergrenze des Normalbereichs, und entspricht einem Prozentrang von etwa 84.
Warum nennen Länderranglisten unterschiedliche IQ-Werte für Deutschland?+
Solche Listen stammen meist aus Datensätzen, die sehr unterschiedliche Tests, Jahrgänge und Stichproben in eine gemeinsame Skala umrechnen, wobei ein anderes Land als Bezugspunkt für 100 dient. Fachleute kritisieren die Daten als oft nicht repräsentativ und kaum vergleichbar. Über einzelne Menschen sagen sie nichts aus.
Wie kann ich herausfinden, ob mein IQ durchschnittlich ist?+
Eine verlässliche Einordnung liefert ein standardisierter Intelligenztest bei einer Psychologin oder einem Psychologen. Für eine erste Orientierung können Sie den IQ-Test von IQtonics machen: 40 Fragen, etwa 20 Minuten, Ergebnis auf der Skala mit Mittelwert 100 und Prozentrang. Den Test starten Sie ohne Anmeldung; IQ-Wert und vollständige Auswertung werden mit einer kostenpflichtigen Probemitgliedschaft freigeschaltet, die sich automatisch verlängert, wenn Sie nicht kündigen. Es ist eine Online-Selbsteinschätzung, kein klinisches Verfahren.
Neugierig auf Ihren eigenen IQ?
40 Fragen · etwa 20 Minuten · Ergebnis sofort nach dem Test
Test starten