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IQ 150: Was der Wert bedeutet, Prozentrang und Seltenheit

Ein IQ von 150 liegt über etwa 99,957 % der Bevölkerung auf der Standard-IQ-Kurve, das entspricht Prozentrang 99,957. Etwa 1 von 2.330 Menschen erreicht einen höheren Wert als 150. Nach dem WISC-V-Schema wird er als „Weit überdurchschnittlich“ eingeordnet.

Prozentrang
99,957
Höher als
99,957 %
Mit höherem Wert
1 von 2.330
Einordnung (WISC-V)
Weit überdurchschnittlich
Glockenkurve mit markiertem IQ von 15055−3 SD70−2 SD85−1 SD1000115+1 SD130+2 SD145+3 SDIQ 150
So liegt ein IQ von 150 auf der Glockenkurve. Die markierte Fläche steht für die 0,043 % der Bevölkerung mit einem höheren Wert. (+3,33 SD)

Was bedeutet ein IQ von 150?

  • 150 liegt über der 2-%-Grenze, die Mensa für die Aufnahme nutzt (130 auf den Wechsler-Skalen), sofern der Wert aus einem anerkannten, beaufsichtigten Test stammt.

Werte von 145 bis 159 liegen drei bis vier Standardabweichungen über dem Mittelwert: Etwa 1 von 740 Menschen liegt über 145, etwa 1 von 8.100 über 155. Der Stanford-Binet 5 nennt diesen Bereich „sehr hochbegabt oder weit fortgeschritten“, im deutschsprachigen Raum ist mitunter von Höchstbegabung die Rede. Im WISC-V-Schema gehört er zum Bereich „Weit überdurchschnittlich“, der bei 130 beginnt.

Menschen in diesem Bereich erfassen abstrakte Inhalte meist sehr schnell und lösen komplexe Probleme weit über dem, was für ihr Alter typisch ist. Kinder auf diesem Niveau überspringen häufig Klassen oder nehmen an besonderen Förderangeboten für Hochbegabte teil.

Auf diesem Niveau gehen den Tests die schweren Aufgaben aus, und der Messfehler wächst. Zwei gute Tests können leicht um 5 bis 10 Punkte voneinander abweichen. Ein hoher Wert ist ein starkes Zeichen für außergewöhnliches Denkvermögen, aber kein exakter Rangplatz.

Warum sich ein IQ von 150 kaum genau festlegen lässt

150 liegt rund 3,33 Standardabweichungen über dem Mittelwert, so weit außen, dass echte Normdaten fast völlig ausdünnen.

Pearsons technischer Bericht zu den erweiterten WISC-V-Normen hält fest, dass unter den 2.200 Kindern der amerikanischen Normstichprobe nur 16 irgendeinen zusammengesetzten Wert von 150 oder mehr erreichten. Diese Zahl schließt Indexwerte wie das Sprachverständnis ein, nicht nur den Gesamt-IQ. Für den Gesamt-IQ selbst sagt die Normalverteilung in einer Stichprobe dieser Größe etwa ein Kind voraus, in der deutschen Normierung mit rund 1.100 Kindern statistisch nicht einmal eines. Umrechnungstabellen bei 150 entstehen daher durch Verlängerung der Kurve, nicht durch den Vergleich mit Gleichaltrigen, die diesen Wert tatsächlich erreicht haben.

Deckeneffekte verschärfen das Problem. Sobald mehrere Untertests ihr Maximum erreicht haben, kann die Summe nicht weiter steigen, und unterschiedliche Fähigkeitsniveaus landen bei ähnlichen Werten. Eine 150 in einem Test und eine 140 oder 160 in einem anderen widersprechen sich daher nicht unbedingt. Eine 150 liest man am besten als „außergewöhnlich hoch“, die genauen Ziffern haben wenig Gewicht. Eine 150 aus einem unbeaufsichtigten Online-Test hat noch weniger.

IQ 150 auf anderen Skalen und Tests

Tests verteilen ihre Werte unterschiedlich breit. Derselbe Rangplatz wie ein IQ von 150 auf einer SD-15-Skala ergibt anderswo diese Zahlen:

SkalaEntsprechender WertEinordnung
SD 15: WISC-V, WAIS, Stanford-Binet 5150Weit überdurchschnittlich
Übliche deutsche Bezeichnung150Sehr hoch (Hochbegabung)
Stanford-Binet 5150Sehr hochbegabt oder weit fortgeschritten
SD 16: älterer Stanford-Binet, Cattell Culture Fair153–
SD 24: Cattell III B180–

Wie genau ist ein IQ von 150?

Kein Test misst den IQ exakt. Bei Einzeltests wie der WAIS hat der Gesamt-IQ ein 95-%-Konfidenzintervall von ungefähr ±5 Punkten. Ein Ergebnis von 150 heißt also eher: „vermutlich irgendwo zwischen 145 und 155“. Auch zwischen verschiedenen Tests oder nach einigen Jahren kann sich ein Wert um ein paar Punkte verschieben.

Am oberen Ende der Skala sinkt die Genauigkeit zusätzlich. Die Standardnormen von WAIS und WISC enden bei 160, und in einer Normstichprobe von wenigen tausend Personen gibt es auf diesem Niveau kaum jemanden. Werte in dieser Höhe sind daher Schätzungen auf sehr schmaler Datengrundlage.

Online-Tests, auch unserer, sind Selbsteinschätzungen. Sie eignen sich für Neugier und Übung, ersetzen aber keine Testung durch eine Psychologin oder einen Psychologen.

IQ-Werte in der Nähe von 150

IQ-WertProzentrangHöher alsEinordnung (WISC-V)
14599,8799,87 %Weit überdurchschnittlich
14699,8999,89 %Weit überdurchschnittlich
14799,91499,914 %Weit überdurchschnittlich
14899,93199,931 %Weit überdurchschnittlich
14999,94699,946 %Weit überdurchschnittlich
15099,95799,957 %Weit überdurchschnittlich
15199,96699,966 %Weit überdurchschnittlich
15299,97499,974 %Weit überdurchschnittlich
15399,97999,979 %Weit überdurchschnittlich
15499,98499,984 %Weit überdurchschnittlich
15599,98899,988 %Weit überdurchschnittlich

Einen anderen IQ-Wert prüfen

Zum Beispiel 98 für die obersten 2 %.

Prozentrang
99,957.
Höher als
99,957 %
Menschen mit höherem Wert
1 von 2.330
Einordnung (WISC-V)
Weit überdurchschnittlich
Glockenkurve der IQ-Werte mit dem eingegebenen Wert55−3 SD70−2 SD85−1 SD1000115+1 SD130+2 SD145+3 SDIQ 150

IQ 150: häufige Fragen

Ist ein IQ von 150 gut?+

Ja, außergewöhnlich gut. Ein IQ von 150 liegt über etwa 99,957 % der Bevölkerung. Er fällt in den Bereich, den der Stanford-Binet 5 als sehr hochbegabt bezeichnet, und liegt deutlich über der 2-%-Grenze von Mensa.

Welchem Prozentrang entspricht ein IQ von 150?+

Ein IQ von 150 entspricht auf einer Skala mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 dem Prozentrang 99,957. Er liegt über etwa 99,957 % und unter etwa 0,043 % der Bevölkerung.

Wie selten ist ein IQ von 150?+

Etwa 1 von 2.330 Menschen erreicht einen höheren Wert als 150. Unter einer Million Menschen wären etwa 429 mit einem höheren Wert zu erwarten.

Ist 150 ein Genie-IQ?+

„Genie“ ist keine wissenschaftliche Kategorie, und kein Test verwendet den Begriff. 150 ist aber genau die Art Wert, die populäre Artikel damit meinen: Er liegt über etwa 99,957 % der Bevölkerung. Was jemand erreicht, hängt trotzdem von weit mehr ab als vom IQ, etwa von Wissen, Einsatz, Kreativität und Gelegenheiten.

Weiterlesen

Quellen

  1. What is Intellectual Disability? · American Psychiatric Association
  2. DSM-5 Intellectual Disability Fact Sheet · American Psychiatric Association
  3. IQ · APA Dictionary of Psychology, American Psychological Association
  4. One Century of Global IQ Gains: A Formal Meta-Analysis of the Flynn Effect (1909–2013) · Pietschnig & Voracek, Perspectives on Psychological Science (2015)
  5. WISC-V Technical Report #6: Extended Norms · Pearson
  6. Wechsler Adult Intelligence Scale | Fifth Edition · Pearson
  7. WISC-V: Wechsler Intelligence Scale for Children – Fifth Edition (deutsche Bearbeitung hrsg. von F. Petermann) · Testzentrale (Hogrefe)
  8. WAIS-IV: Wechsler Adult Intelligence Scale – Fourth Edition (deutsche Bearbeitung hrsg. von F. Petermann) · Testzentrale (Hogrefe)
  9. Qualifying Test Scores for Mensa Membership · American Mensa
  10. Mensa-Mitgliedschaft · Mensa in Deutschland e.V.
  11. IQ-Test bei Mensa · Mensa in Deutschland e.V.