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Höchster IQ der Welt: Wer hat ihn wirklich, und was ist belegt?

Guinness führte 228 Punkte als höchsten IQ und strich die Kategorie 1990. Wir prüfen Tao (220 bis 230), Sidis (250 bis 300), Goethe und Kasparow, rechnen die Seltenheit nach und zeigen, warum Tests oberhalb von etwa 160 nicht mehr zuverlässig messen.

Verfasst von: IQtonics-Redaktion 10 Min. Lesezeit

Grafik „HÖCHSTER IQ DER WELT?“ mit dem Hinweis „Guinness strich den Rekord 1990“ und einer Karte „Genannte Rekorde“
Auf dieser Seite
  1. Wer hat den höchsten IQ der Welt?
  2. Höchster gemessener IQ: Was hinter den 228 Punkten steckt
  3. Die bekanntesten Rekordwerte im Faktencheck
  4. Garri Kasparow: Was eine echte Messung zeigt
  5. Wie hoch ist der höchste IQ, den ein Test messen kann?
  6. Was ist der höchste IQ rechnerisch? Seltenheit von 130 bis 300
  7. Höchster IQ in Deutschland: Gibt es einen Rekord?
  8. So prüfen Sie Rekordangaben zum höchsten IQ
  9. Ihr eigener Wert statt Rekordjagd

Wer nach dem höchsten IQ sucht, findet Listen mit 228, 230 oder sogar 300 Punkten. Die Zahlen wirken exakt und werden überall als Tatsache wiederholt. Doch kaum eine stammt aus einem regulären IQ-Test für Erwachsene, manche aus gar keinem Test. Wir haben die bekanntesten Rekordangaben bis zu ihrer Quelle zurückverfolgt und erklären, warum es oberhalb von etwa 160 Punkten keine verlässliche Messung mehr gibt.

Wer hat den höchsten IQ der Welt?

Offiziell niemand. Einige Jahre lang hatte das Guinness-Buch der Rekorde eine Kategorie „höchster IQ“, dann wurde sie gestrichen. Laut einer Übersicht von PsyPost (2026) begründete Guinness den Schritt 1990 damit, dass Intelligenztests am äußersten oberen Ende zu unzuverlässig seien. Mental Floss nennt dieselbe Begründung: Die Tests reichten nicht aus, um einen einzelnen Rekordhalter zu bestimmen.

Eine verlässliche Weltrangliste gibt es aus mehreren Gründen nicht:

  • Verschiedene Tests: Die Werte stammen aus unterschiedlichen Verfahren, Jahrzehnten und Skalen.
  • Kind oder Erwachsener: Viele Rekordzahlen sind Kinderwerte nach einer Formel, die heute nicht mehr verwendet wird.
  • Messgrenzen: Standardtests unterscheiden ab etwa 160 Punkten nicht mehr zuverlässig.
  • Keine Sammelstelle: Testergebnisse sind private Daten. Niemand trägt sie zentral zusammen.

Auch die verwandte Frage, welches Tier den höchsten IQ hat, lässt sich so nicht beantworten. Die IQ-Skala ist an Menschen normiert. Eine Studie des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig verglich deshalb einzelne Fähigkeiten: Zweieinhalbjährige Kinder und Schimpansen lösten Aufgaben zur physischen Welt ähnlich gut, bei sozialen Aufgaben lagen die Kinder vorn.

Höchster gemessener IQ: Was hinter den 228 Punkten steckt

Marilyn vos Savant ist der Name, den Guinness mit dem höchsten IQ verband; laut Mental Floss stand sie von 1986 bis 1989 im Rekordbuch. Die Zahl hat eine konkrete Herkunft. Nach PsyPost legte vos Savant 1956 im Alter von 10 Jahren den Stanford-Binet-Test ab. Er bescheinigte ihr ein Intelligenzalter von 22 Jahren und 10 Monaten.

Damals war der IQ ein einfacher Quotient: Intelligenzalter geteilt durch Lebensalter, mal 100. Also 22,83 ÷ 10 × 100 ≈ 228. Diese Formel war für Kinder gedacht und bläht Werte an den Rändern stark auf. Der Psychologe Andrew Colman rechnete vor, dass 228 auf der heutigen Skala 8,53 Standardabweichungen über dem Mittelwert läge (laut PsyPost).

Als Erwachsene erreichte vos Savant Mitte der 1980er-Jahre im sogenannten Mega Test einen Wert von 186, ebenfalls laut PsyPost. Dieselbe Person, zwei Tests, 42 Punkte Unterschied. Der Abstand zeigt, wie unsicher Werte in diesem Bereich sind, und genau mit dieser Unzuverlässigkeit begründete Guinness später das Ende der Kategorie.

Wie der IQ vom Quotienten zum heutigen Abweichungswert wurde, erklärt unser Ratgeber Was ist der IQ? ausführlicher.

Die bekanntesten Rekordwerte im Faktencheck

Fast jede Liste zum höchsten IQ der Welt nennt dieselben Namen. Ihre Leistungen sind real. Die Frage ist nur, ob die Zahlen daneben halten, was sie versprechen.

Persongenannter WertBelegqualität
Marilyn vos Savant228Mittel: echter Test mit 10 Jahren, aber Quotienten-IQ; als Erwachsene 186 im Mega Test
Terence Tao220 bis 230Schwach: Hochrechnung aus einem Mathematiktest mit 8 Jahren
William James Sidis250 bis 300Sehr schwach: Hörensagen in einem Buch von 1946
Kim Ung-yong210Schwach: Presseangabe ohne Testname und Datum, kein veröffentlichter Testbericht
Christopher Hirata225Keine: Internet-Rangliste von 2017 ohne Quelle
J. W. von Goethe185 bis 200 (oft: 210)Historische Schätzung aus Biografien, kein Test
Garri Kasparow135 und 123Gut: zwei Tests unter Aufsicht, DER SPIEGEL 1987
Quelle: PsyPost (2026), Mental Floss, Sperling (1946), Joongboo Ilbo (2014), The Daily Princetonian (2017), Cox (1926), DER SPIEGEL 52/1987. Zusammenstellung: IQtonics.

Die Regel dahinter ist deutlich: Je größer die Zahl, desto dünner der Beleg.

Terence Tao: 220 bis 230

Der Mathematiker Terence Tao (geboren 1975) steht meist ganz oben. Seine Laufbahn ist außergewöhnlich: Laut der National Portrait Gallery of Australia studierte er mit 9 Jahren Mathematik an der Flinders University, gewann mit 10, 11 und 12 Jahren Bronze, Silber und Gold bei der Internationalen Mathematik-Olympiade, promovierte mit 21 in Princeton und wurde 2000 ordentlicher Professor an der UCLA. 2006 erhielt er die Fields-Medaille.

Die 220 bis 230 sind jedoch kein Testergebnis. Nach PsyPost erreichte Tao mit 8 Jahren 760 von 800 Punkten im Mathematikteil des SAT, eines amerikanischen Studieneignungstests. Forschende schätzten daraus einen IQ zwischen 220 und 230. Tao selbst nannte solche Messungen in diesen Bereichen „extrem verrauscht“ und hielt einen Wert „über 175“ für realistischer.

William James Sidis: 250 bis 300

Die Spanne für das amerikanische Wunderkind Sidis ist die schwächste Zahl in diesem Text. Sie stammt aus dem Kapitel „A Story of Genius“ im Buch Psychology for the Millions von Abraham Sperling aus dem Jahr 1946 (Transkript). Sperling schreibt, Sidis’ Schwester Helena habe ihm erzählt, ihr Bruder habe einige Jahre vor seinem Tod einen Intelligenztest gemacht, und der Psychologe habe den Wert auf 250 bis 300 beziffert. Kein Testname, kein Datum, kein Protokoll.

Kim Ung-yong: 210

Auch der Südkoreaner Kim Ung-yong steht auf vielen Listen. Die Regionalzeitung Joongboo Ilbo berichtete 2014, eine japanische Messstelle habe seinen IQ mit 210 angegeben; Testname und Datum nennt der Bericht nicht. Laut The Korea Herald führte das Guinness-Buch ihn einst als Menschen mit dem höchsten IQ. Er studierte Bauingenieurwesen und wechselte 2014 als Professor an die Shinhan University. Ein veröffentlichter Testbericht zu den 210 ist nicht bekannt.

Christopher Hirata: 225

Der US-Astrophysiker Christopher Hirata gewann laut The Daily Princetonian mit 13 Jahren als jüngster Amerikaner Gold bei der Internationalen Physik-Olympiade. Über seinen IQ schrieb die Zeitung 2017 nur, er werde mit „etwa 225“ angegeben, und zwar in einem Artikel über eine Internet-Rangliste. Wer ihn wann gemessen haben soll, bleibt offen.

Einstein, Hawking und andere Prominente tauchen auf solchen Listen meist mit 160 auf. Auch dafür gibt es keinen Test. Mehr dazu in Einsteins IQ: Woher die Zahl 160 kommt und in unserer Übersicht Prominente und ihr IQ.

Garri Kasparow: Was eine echte Messung zeigt

Der aufschlussreichste Fall ist der unspektakulärste. 1987 reiste ein Team des SPIEGEL nach Baku und testete den damals 24-jährigen Schachweltmeister Garri Kasparow drei Tage lang. Eingesetzt wurden Intelligenztests von Hans Jürgen Eysenck, John C. Raven und dem Berliner Psychologen Adolf Otto Jäger (DER SPIEGEL 52/1987).

Das Ergebnis: 135 Punkte im Test des Engländers Eysenck, 123 im Test des Schotten Raven. Beide Werte liegen deutlich über dem Durchschnitt. Auf der Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 liegt 135 über etwa 99 % der Bevölkerung, 123 über etwa 94 %. Der SPIEGEL zog damals ein nüchternes Fazit: „Mehr als ein vager Anhaltspunkt kann kein IQ sein.“ Zum Vergleich wurden 30 Spieler der Schach-Bundesliga getestet; einen Zusammenhang zwischen IQ und Spielstärke fand das Magazin nicht.

So sieht Messung aus: zwei Tests, dieselbe Person, dieselbe Woche, 12 Punkte Abstand und kein Wert jenseits von 200.

Wie hoch ist der höchste IQ, den ein Test messen kann?

Ein moderner IQ-Wert ist eine Position im Vergleich mit einer Normstichprobe, also mit vielen Gleichaltrigen. Daraus folgt eine harte Grenze, die Fachleute Deckeneffekt nennen.

Der WAIS-IV, einer der wichtigsten Intelligenztests für Erwachsene, gibt den Gesamt-IQ nur von 40 bis 160 aus, also bis vier Standardabweichungen über dem Mittelwert. So steht es in der Testbesprechung von Gary Canivez (2010) im Mental Measurements Yearbook. Die US-Normen beruhen auf 2.200 Personen. Die deutsche Fassung wurde laut Testzentrale 2012 an 1.650 Personen im Alter von 16 bis 89 Jahren normiert.

Warum reicht das nicht für Rekorde? Eine einfache Rechnung zeigt es. In einer Stichprobe von 1.650 Menschen sind nach der Normalverteilung nur etwa zwei Personen mit einem IQ ab 145 zu erwarten. Für 160 und mehr liegt der Erwartungswert bei 0,05, also bei rund einer Person in 20 solchen Stichproben. Werte ganz oben werden deshalb statistisch fortgeschrieben, nicht mit echten Vergleichspersonen abgeglichen.

Dazu kommt der zweite Teil des Deckeneffekts: Ein Test hat nur eine begrenzte Zahl sehr schwerer Aufgaben. Wer alle löst, erreicht die Höchstpunktzahl, und der Test kann nicht mehr unterscheiden, wie weit die Fähigkeit darüber hinausgeht. Auf Skalen mit Standardabweichung 15 sind Werte oberhalb von etwa 160 daher nicht zuverlässig messbar.

Was ist der höchste IQ rechnerisch? Seltenheit von 130 bis 300

Weil IQ-Werte einer Glockenkurve folgen, lässt sich berechnen, wie selten ein Wert sein müsste. Die folgende Tabelle zeigt, was die berühmten Zahlen bedeuten würden. Als Bezugsgröße dient die Weltbevölkerung, die laut den Vereinten Nationen am 15. November 2022 acht Milliarden erreichte.

IQAbstand zum Mittelwertstatistisch einer vonerwartete Anzahl bei 8 Milliarden Menschen
1302 Standardabweichungen44rund 182 Millionen
1453 Standardabweichungen741rund 10,8 Millionen
1604 Standardabweichungen31.574rund 253.000
1755 Standardabweichungen3,49 Millionenrund 2.300
1906 Standardabweichungen1,01 Milliardenrund 8
2006,67 Standardabweichungen76,4 Milliarden0,1
2288,53 Standardabweichungen141 Billiardenpraktisch 0
25010 Standardabweichungen131 Trilliardenpraktisch 0
30013,33 Standardabweichungeneine Zahl mit 41 Stellenpraktisch 0
Quelle: IQtonics-Berechnung aus einer Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15; Weltbevölkerung laut Vereinten Nationen. Die realen Ränder der Verteilung folgen der Kurve nicht zwingend.

Zwei Dinge fallen auf. Erstens: Schon ein IQ von 160 läge über etwa 99,997 % der Bevölkerung auf der Standard-IQ-Kurve, rechnerisch kämen aber weltweit rund 253.000 Menschen auf diesen Wert. Einen einzelnen „höchsten“ Menschen kann ein Test, der bei 160 endet, also gar nicht ermitteln. Zweitens: Ab etwa 200 gibt es schlicht nicht genug Menschen auf der Erde, um einen solchen Wert statistisch zu bestätigen. Wie die Kurve insgesamt aufgebaut ist, zeigt unser Ratgeber zur IQ-Verteilung.

Höchster IQ in Deutschland: Gibt es einen Rekord?

Nein, nicht im Sinne eines überprüfbaren Messwerts. Es gibt kein Register, das Testergebnisse sammelt, und keine öffentliche, belegte Angabe über den höchsten gemessenen IQ in Deutschland. Die deutschen Namen, die in Listen auftauchen, stammen aus der Geschichtsforschung.

Die Psychologin Catharine Cox schätzte 1926 in The Early Mental Traits of Three Hundred Geniuses die Intelligenz von 301 berühmten Persönlichkeiten, die zwischen 1450 und 1850 geboren wurden (Simonton, 2020). Getestet wurde niemand; mehrere Bewertende schätzten den IQ aus Biografien, und zwar nach dem damaligen Quotientenprinzip. Im Originaltext erhält Johann Wolfgang von Goethe 185 Punkte für die Zeit bis zum 17. Lebensjahr und 200 für das Alter von 17 bis 26. Eine einzelne Bewertung lag bei 225. Gottfried Wilhelm Leibniz kommt auf 185 und 190.

In deutschsprachigen Medien liest man für Goethe häufig 210, etwa im Freitag (2009). In Cox’ Fallbeschreibung steht dieser Wert so nicht. Cox selbst warnte, ihre korrigierten Schätzungen sollten keine exakten Werte für Einzelpersonen liefern, sondern nur den Bereich der IQ-Skala anzeigen.

Albert Einstein, geboren in Ulm, kommt in Cox’ Studie nicht vor, weil er erst 1879 geboren wurde. Einen Testwert von ihm gibt es ebenfalls nicht.

So prüfen Sie Rekordangaben zum höchsten IQ

Wenn Ihnen eine Liste den nächsten Rekord-IQ präsentiert, helfen vier Fragen:

  1. Wer hat gemessen, mit welchem Test? Ein benannter, standardisierter Test mit einer qualifizierten Testleitung ist eine Messung. „Wird angegeben“ ist keine.
  2. Wie alt war die Person? Kinderwerte aus der Quotienten-Ära sind mit Erwachsenenwerten nicht vergleichbar.
  3. Unter welchen Bedingungen? Ein Test zu Hause ohne Zeitlimit misst etwas anderes als eine beaufsichtigte Sitzung.
  4. Liegt der Wert im Messbereich? Wenn ein Test bis 160 reicht, ist eine Angabe von 230 keine Messung.

Bemerkenswert ist, was die bekannten Namen wirklich auszeichnet: eine Fields-Medaille, eine Physik-Olympiade, ein Schach-WM-Titel. Ihre Fähigkeiten zeigen sich in Leistungen, nicht in einer dreistelligen Zahl.

Ihr eigener Wert statt Rekordjagd

Die berühmten Rekordwerte sind fast alle Schätzungen. Ihr eigener Wert muss das nicht sein. Ein gemessenes Ergebnis, auch ein unspektakuläres, sagt mehr als jede Prominenten-Schätzung: Es zeigt, wo Sie auf derselben Skala mit Mittelwert 100 stehen, die dieser Artikel durchgehend verwendet.

Wenn Sie den IQ-Test von IQtonics machen, beantworten Sie 40 Fragen aus fünf Bereichen (Mustererkennung, räumliches Denken, Zahlen, Logik und Gedächtnis) mit einem Zeitlimit von 20 Minuten. Die Fragen werden schwieriger, und schwierigere Fragen bringen mehr Punkte. Sie erhalten einen IQ-Wert mit Prozentrang, also Ihre Position auf der Normalverteilung, und ein kognitives Profil über die fünf Bereiche. Den Test können Sie ohne Anmeldung starten; Ihr IQ-Wert und die vollständige Auswertung werden mit einer kostenpflichtigen Probemitgliedschaft freigeschaltet, die sich automatisch verlängert, wenn Sie nicht kündigen.

Eine ehrliche Einschränkung: Es handelt sich um eine Online-Selbsteinschätzung, kein klinisches oder diagnostisches Verfahren. Für eine Messung im Bereich der Testdecke brauchen Sie ohnehin einen standardisierten Test bei einer Psychologin oder einem Psychologen.

Häufige Fragen

Wer hat den höchsten IQ?+

Offiziell niemand. Das Guinness-Buch der Rekorde hat die Kategorie „höchster IQ“ 1990 abgeschafft, weil Intelligenztests am äußersten oberen Ende zu unzuverlässig sind, um einen einzelnen Rekordhalter zu benennen. Namen wie Terence Tao, Marilyn vos Savant oder William James Sidis stehen auf vielen Listen, doch die Zahlen daneben sind Kinderwerte oder Schätzungen, keine Testergebnisse von Erwachsenen.

Wie hoch ist der höchste IQ?+

Der höchste jemals von Guinness geführte Wert war 228 (Marilyn vos Savant, eingetragen 1986 bis 1989). Er stammt aus einem Test im Alter von 10 Jahren und wurde nach der alten Quotientenformel berechnet. Gängige Tests für Erwachsene wie der WAIS-IV geben den Gesamt-IQ nur bis 160 aus; höhere Werte lassen sich auf der Standardskala nicht verlässlich messen.

Was ist der höchste gemessene IQ?+

Unter regulären Bedingungen mit einem modernen Test für Erwachsene liegt das Maximum bei der Testdecke, beim WAIS-IV also bei 160. Das entspricht auf der Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 einem von etwa 31.574 Menschen. Die bekannten Angaben über 160 sind Kinderwerte nach dem Quotientenprinzip, Ergebnisse von Spezialtests oder Schätzungen.

Wer hat den höchsten IQ in Deutschland?+

Dafür gibt es keinen überprüfbaren Rekord, denn Testergebnisse werden nicht öffentlich gesammelt oder in Ranglisten geführt. Die bekanntesten deutschen Namen stammen aus historischen Schätzungen: Catharine Cox schätzte 1926 für Goethe einen IQ von 185 bis zum 17. Lebensjahr und 200 für das Alter von 17 bis 26 Jahren, für Leibniz 185 und 190. Gemessen wurde keiner der beiden.

Hatte William James Sidis wirklich einen IQ von 250 bis 300?+

Dafür gibt es keinen dokumentierten Testwert. Die Spanne geht auf ein Buchkapitel des Psychologen Abraham Sperling von 1946 zurück: Sidis’ Schwester erzählte ihm, ein ungenannter Psychologe habe den Wert auf 250 bis 300 beziffert. Ohne Testnamen, Datum und Protokoll ist das Hörensagen, und es liegt weit jenseits dessen, was ein IQ-Test messen kann.

Welches Tier hat den höchsten IQ?+

Tiere haben keinen IQ, denn die IQ-Skala ist an Menschen normiert. Die Forschung vergleicht stattdessen einzelne Fähigkeiten: Eine Studie des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig (2007) fand, dass zweieinhalbjährige Kinder und Schimpansen bei Aufgaben zur physischen Welt ähnlich abschnitten, die Kinder bei sozialen Aufgaben aber deutlich vorn lagen.

Wie finde ich meinen eigenen IQ heraus?+

Für Entscheidungen in Schule, Beruf oder Therapie ist ein Test bei einer Psychologin oder einem Psychologen der richtige Weg. Zur Orientierung können Sie den IQ-Test von IQtonics machen: 40 Fragen aus fünf Bereichen mit 20-Minuten-Zeitlimit, Ergebnis auf der Skala mit Mittelwert 100 samt Prozentrang. Starten können Sie ohne Anmeldung; IQ-Wert und vollständige Auswertung werden mit einer kostenpflichtigen Probemitgliedschaft freigeschaltet, die sich automatisch verlängert, wenn Sie nicht kündigen. Es ist eine Online-Selbsteinschätzung, kein klinisches Verfahren.

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